15 Strategien, um als Mama in der Krise Kraft zu tanken

Aktualisiert: 30. Jan.




Fast 2 Jahre Corona. 2 Jahre in denen wir Mütter Übermenschliches geleistet haben... und wir alle gehen am Stock!


Mittlerweile bezeichnet es schon keiner mehr als Krise, doch für uns ist es definitiv eine. Eine große Krise, denn in den letzten 2 Jahren hat sich für uns an der extremen Belastung nichts geändert, die Situation hat sich einfach nur immer mehr zugespitzt, so wie sich die Pakete, die wir zu schleppen haben, kumuliert haben. Wir sind ausgebrannt, erschöpft, einfach nur völlig fertig... Mal verzweifelt am Durchdrehen, mal hoffnungsvoll, dass - bevor wir im Straßengraben landen - bald doch wieder alles gut wird!


Es ist eine Schande & eine Ungerechtigkeit und leider habe ich dafür auch nicht die unmittelbare Lösung. Wir sind die Nicht-Berücksichtigten im System, irgendwie werden wir es schon schaffen, weil wir’s ja immer schaffen…


Und ich will mich immer noch nicht klein kriegen lassen, ich kämpfe immer noch… Ich klammere mich so fest ich kann an klitzekleine Grashalme, um irgendwie gerade so viel Kraft zu aktivieren, dass hier das Leben einigermaßen gut weiter gehen kann. Da baumel ich also, sehe wie meine Mit-Mamas genauso vom Leben umhergeschleudert werden und durch den Alltag kriechen und frage mich, was kann ich tun?! Wie kann ich helfen?


Vielleicht indem ich diese, meine Grashalme, alias kleine Kraftquellen teile:

  1. Absolute Nachsicht: es ist Krise, Ausnahmesituation und alles, was niemanden nachhaltig schädigt und die Mama davon abhält wahnsinnig zu werden ist erlaubt! Sei gnädig mit dir selbst! Putzen wir das Bad halt nur alle 2-3 Wochen, tragen die Kinder halt die schmutzigen Klamotten paar Tage und auch nachts, gibt‘s halt mehr Fernsehen, bestelltes Essen & Bestechung in Form von Süßigkeiten & neuem Spielzeug als wir uns je in unseren kühnsten, idealistischen Erziehungsträumen vorstellen konnten! Ist aus meiner Sicht auch maximal ausdehnbar auf die Leistung bzgl. Arbeit, Schule etc. Nichts ist so wichtig, wie unsere geistige Gesundheit & die Beziehung zu unseren Liebsten, da kann alles andere auf das gerade noch zu tolerierende Minimum heruntergefahren werden!

  2. Achte auf deine Grundbedürfnisse: Schlaf, Trinken & Essen sind nicht verhandelbar und es ist (Selbst-)Folter, da Abstriche zu machen! Egal was du tun musst, wofür deine Zeit drauf geht, nicht auf Kosten dieser Bedürfnisse!

  3. Nimm jede, jede (!!!) Unterstützung in Anspruch, die du kriegen kannst: Notbetreuung, Krankentage, Freunde, Familie, bezahlte Entlastung für Haushalt, Kinder etc. Wenn jemand fragt, ob er dir helfen kann, sage IMMER ja und überlege dann, womit! Und wenn keiner fragt, frage du! Es gibt so viele Dinge, wo wir Mamas auch Kräfte bündeln und einander helfen können... und kinderlose Menschen freuen sich vielleicht sogar über Abwechslung in dieser Eintönigkeit! Jetzt ist die Zeit für Menschlichkeit & Nächstenliebe und du als Mama tust so viel für die anderen Menschen in dieser Zeit, denn alles was du tust ,dient dem Schutz anderer. Da hast auch du Schutz in Form von Unterstützung verdient...

  4. Entscheide weise, welche Informationen du konsumierst: welche Nachrichten du hörst oder liest und mit wem du dich umgibst! Ich versuche mittlerweile, so wenig wie möglich mit zu kriegen. Einfach, weil es sowieso nichts ändert und mich nur in Katastrophenstimmung versetzt! Ich lese das Nötigste und nehme mir immer einen Moment Zeit, bevor ich drauf klicke, mich zu fragen, ob ich das jetzt wirklich wissen will. Denn einmal gelesen arbeitet es in mir und hat eine Wirkung… Meistens keine positive! Genau so finde ich es auch wichtig, darauf zu achten, wie die Menschen in meinem Umfeld darüber kommunizieren. Denn ich möchte nicht jedes Gefühl, dass jemand anderes hat, zu jedem Zeitpunkt mitmachen! Auch hier wieder die Bewusstseinsfrage: was konsumiere ich wann und mit welchem Sinn für mich!?

  5. Lenke deinen Fokus bewusst! Ich versuche aktuell, sehr viel Positives zu konsumieren, wie zum Beispiel aufbauende Podcasts, schöne Bücher oder einfach liebevolle und bereichernde Gespräche mit Menschen die mir nahe stehen und mir viel geben! Auch sowas kann mal eine Auszeit sein...

  6. Außerdem versuche ich, die Möglichkeiten in dieser Zeit zu erkennen! Weil im Außen nicht viel möglich ist, richte ich meinen Blick nach innen und arbeite an mir und Themen, für die ich sonst keine Zeit habe. Nicht dass ich jetzt mehr Zeit hätte - im Gegenteil - aber ich habe weniger Ablenkung mit der ich mich davor drücken kann. Auch dafür lese ich Ratgeber, spreche mit Menschen oder höre Podcasts von Expert:innen!

  7. Gerade mit Kindern ist ja nicht wirklich Zeit übrig, sowieso im Leben, aber jetzt gerade noch weniger. Trotzdem versuche ich kleinere Projekte, die ich schon lange machen wollte, zu schaffen. Wie mal eine Kleinigkeit nähen, meine Fotos am Handy aus zu sortieren und Fotobücher zu gestalten. Überhaupt meinen ganzen Datenmüll in den Griff zu kriegen. Oder auch die Schränke aufräumen, aussortieren, Sachen spenden. Und so weiter... Kleine Projekte, die mir ein Gefühl der Selbstwirksamkeit, des schöpferisch tätig Seins und des etwas Schaffens geben.

  8. Denke in Mini-Mini-Erholungseinheiten! Die große Kur wird so schnell nicht kommen (wobei wir sie alle schonmal beantragen sollten, am besten auf den Malediven, weil dermaßen verdient)! Also überlege dir, was DIR im Alltag hilft, kurz abzuschalten, durchzuatmen und dich selbst zu fühlen!? Ich nutze z.B. die Autofahrten zum Musik hören, versuche auf der Hunderunde Achtsamkeit zu üben, mich kurz umzuschauen, die Schönheit der Natur wahrzunehmen und mich daran zu erfreuen. Immer wenn ich dran denke, versuche ich tiiiief in den Bauch (inkl. Seiten & Rücken) zu atmen oder mache gezielte Atemübungen. Ich gönne mir abends, wenn die Kinder schlafen ein duftendes Bad (1-2x die Woche, spare dafür sonst exzessiv Wasser). Ich erlaube mir jeden Tag und wenn es geht mehrmals am Tag eine kurze Genusspause mit Kaffee, Kuchen, Getränk mit Eiswürfeln oder Schoki.

  9. Überhaupt, ist jetzt nicht die Zeit für Perfektion und Selbstoptimierung. Es ist die Zeit, zu überleben: gut zu überleben! Also, gönn dir die Torte, Spar dir den Sport und genieße die Couch, wenn es dir hilft deine Ressourcen zu schonen! Und wenn es dir gut tut, dich gesund zu ernähren, Sport zu machen und raus zu gehen, dann machst du das! Tue nichts, weil du meinst, man müsse das machen… Sondern höre in dich hinein, was wirklich du brauchst! Das kann auch einfach nur jeden Abend apathisches, stupides Fernsehen oder ein völlig vorhersehbarer Schnulzenroman sein, weil du kognitiv zu nix anderem mehr in der Lage bist. Oder einfach mit den Kindern erschöpft in‘s Bett fallen und schlafen! Dann ist das - entgegen Punkt 6 &7 ;-P) - das absolut einzig Richtige!

  10. Und jetzt sag ich das Gegenteil: nutze jede Gelegenheit, dass du und deine Kinder gesund esst: mache Smoothies, Obstsalat (nicht fantasievolle Obstgesichter o.ä.!), Bowls. Ich weiß, Bowls sind erst mal ein großer Act, weil man viel verschiedenes zubereiten muss… Aber man kann sie gut vorbereiten und wenn man am nächsten Tag aus den Bestandteilen einen Auflauf, Salat oder Wrap macht und am übernächsten Tag die letzten Reste zur Suppe verarbeitet, hat es sich sehr gelohnt! Und gerade wenn ihr viel gesund esst, fallen die kleinen Sünden zwischendurch nicht so ins Gewicht!

  11. Spielt zu Hause Café oder Restaurant: irgendwo Take-Away von besonders leckeren Sachen, wie zum Beispiel eurem Lieblingscafé oder Italiener und dann ein besonders schön gedeckter Tisch drinnen oder draußen! Davon werdet ihr sehr viel länger zehren, als ihr zum Verdauen der Mahlzeit braucht...

  12. Geht raus an die frische Luft und bewegt euch! Durchlüften rettet vor'm Lagerkoller und der Szenewechsel hat mir schon manche Nachmittag gerettet, wenn wir uns sonst alle nur noch an die Gurgel gegangen wären! Rausgehen verändert augenblicklich die Situation und die Stimmung bei allen und man hat das Gefühl, nicht ganz so eingesperrt zu sein bei den aktuellen Einschränkungen.

  13. Überhaupt, tut im Außen, was im Rahmen des aktuell Legalen möglich ist: geht auf den Spielplatz oder in den Tierpark, an einen See oder treffe eine Freundin mit ihren Kindern auf ein Spiel- und Plauderdate! Überlegt euch Microabenteuer, wie Picknick in der Natur, Holzbötchen auf dem Bach fahren lassen oder (in der kommenden warmen Jahreszeit) Schlafen im Garten unter freiem Himmel oder im Zelt! Kleine, mögliche Ausbrüche aus dem Alltag helfen, wenigstens ein bisschen das Gefühl zu haben, dass uns nicht täglich das Murmeltier grüßt, weil alles so gleichförmig ist! Außerdem schaffen wir in dieser so dunklen, schweren Zeit positive Erinnerungen für uns und unsere Kinder. Damit sich die Zeit nicht ganz so verloren anfühlt!

  14. Vergleiche dich nicht! Gucke auf keinen Fall links und rechts (geschweige denn in den sozialen Medien!), was die anderen Mamas machen und schaffen! Ich habe in der ganzen Pandemie noch kein einziges Bananenbrot gebacken, mehr gebastelt als vorher (Ich hasse es!) oder sonstige heroische Pandemieaktivitäten gestartet! Und jetzt, wo du meinen Text gelesen hast, kannst du auch jedem einzelnen Punkt, der DIR nicht zusagt den Stinkefinger zeigen, lachen und sagen „das kannst du vergessen, Leonie, mach ich nicht!“. Und ich gratuliere dir zu diesem Akt der Rebellion! Das kann sich nämlich in der aktuellen Zeit, in der wir so viel beFOLGEN müssen, verdammt befreiend anfühlen... und wenn es dich wirklich entspannt, deinen Alltag mit den Kindern erleichtert und dich irgendwie ein bisschen glücklich macht, dann geh und back ein Bananenbrot!

  15. Sage dir immer wieder: es geht vorbei! Alles nur eine Phase... oder ein Schub... du kennst das und weißt, worauf ich hinaus will;-) Diese Zeit wird vorbei gehen, wir werden das schaffen, du wirst das schaffen! Also überlege dir jetzt schon: „was will ich dann machen?“. Mache - gern auch mit den Kindern - eine Liste oder noch schöner (kreativer und nachmittagfüllender) ein Moodboard mit Aktivitäten zum Motto „was machen wir, wenn alles wieder erlaubt ist“?! Hängt es euch an einem gut sichtbaren Ort auf, träumt, bereitet vor und plant schonmal... Damit dann, wenn es so weit ist, all eure Träume wahr werden können!

Zu guter Letzt: lass dir von niemandem sagen, du müsstest irgendetwas kaufen oder konsumieren, um (wieder) glücklich zu sein! Gerade in solch harten Zeiten werden die Verführungen übergroß, weil unser uraltes Steinzeitgehirn denkt, so könnten wir uns aus der Not heraus helfen... Und mein Eindruck ist, dass uns das die Werbung auch überall glauben machen will: „kaufe dies, dann geht‘s dir besser!“ Ahhh, das hat noch nie langfristig funktioniert und ist zu Zeiten wie diesen eher fatal... Also kauf dir allerhöchstens ein kleines Eis!


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